Fahrradabstellanlage in Kapuzinergasse steht

Auftakt der Maßnahmen zur Fahrradstadt 2025

Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, Behindertenbeauftragter Thomas Burghart und Georgine Fäßler von der Stadtverwaltung Günzburg freuen sich über die Auszeichnung „Bayern barrierefrei“ für die Stadt Günzburg. Foto: Julia Ehrlich/ Stadt Günzburg


Günzburg. „Bayern Barrierefrei 2023“ – an diesem Modellprojekt des Freistaates Bayern nahm die Stadt Günzburg erfolgreich teil. Als eine von 16 Modellkommunen wurde in der Großen Kreisstadt gemeinsam mit Betroffenen ein Konzept für die barrierefreie Ertüchtigung entwickelt. Dafür gab es jetzt die Auszeichnung „Bayern barrierefrei“.
Nach umfangreicher Recherche und Planung konnten im Rahmen des Modellprojekts zahlreiche Maßnahmen umgesetzt werden. Insbesondere im Bereich des öffentlichen Raums wurden bedeutende Verbesserungen geschaffen.


Barrierefreier Aufgang Altstadt und Laufwege
Neben dem barrierefreien Aufgang in die Innenstadt einschließlich Lift wurde 2020 im südlichen Teil der Altstadt das bestehende Kopfsteinpflaster durch barrierefreie Laufwege aus Granitplatten ersetzt. Der Umbau bietet nicht nur einen Vorteil für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, sondern auch ein Mehr an Komfort für Kinderwagen und Fahrräder. Durch die Beschaffenheit des Plattenbelags wurde zusätzlich eine bessere Orientierungsmöglichkeit für Sehbehinderte geschaffen. In den kommenden Monaten gehen die Bauarbeiten in den übrigen Bereichen der Altstadt weiter. „Mit unserer Teilnahme an ‚Bayern.barrierefrei2023‘ haben wir uns ins Konzept geschrieben, den Betroffenen die Teilhabe am alltäglichen Leben zu erleichtern. Dazu gehören auch das Erleben und die Teilhabe an unserer malerischen Altstadt. Deshalb ist die Verbesserung der Zugänglichkeit der Altstadtgassen ein wichtiger Baustein unseres Modellprojekts“, sagt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig.


Barrierefreier Zugang städtischer Friedhof
Ein weiteres Augenmerk galt der barrierefreien Umgestaltung des Friedhofs in Günzburg. Die Treppenanlage am Haupteingang wurde im vergangenen Jahr zurückgebaut, sodass nun ein ebenerdiger Zugang möglich ist. Ferner wurden die Hauptwege zu Kapelle, Aussegnungshalle und Durchquerung der Anlage durch den Einbau von bituminösen Wegen – anstatt der bisherigen Kieswege – für mobilitätseingeschränkte Bürger leichter nutzbar. Thomas Burghart, Behindertenbeauftragter der Stadt Günzburg, ist froh über die gelungene Umgestaltung: „Endlich ist der Zugang auch mit dem Rollstuhl problemlos, also ohne im Kies stecken zu bleiben, möglich.“


Informationen zu barrierefreien Angeboten in Günzburg (z. B. ÖPNV, Behindertentoiletten, Parkplätze) sind auf dem im Wesentlichen barrierefreien Internetauftritt der Stadt Günzburg zu finden.


Gemeinsam mit dem städtischen Behindertenbeauftragten Thomas Burghart sowie den Vertretern des Arbeitskreises „Barrierefreiheit“ wird das Thema „Barrierefreiheit“
konsequent weiterverfolgt. Insbesondere der barrierefreie Ausbau der malerischen
Altstadt mit optimaler Anbindung an den ÖPNV steht auf der Agenda ganz